Ein sehr hoher Stapel Zeichnungen liegt neben einem sehr flachen Stapel Zeichnungen.
Relevanz

Wie wenig wichtig ist

Ich bin ja immer wieder überrascht, wie viel ich arbeiten kann und wie wenig Brauchbares dabei übrig bleibt. Für die Offenen Ateliers in zwei Wochen sichte ich gerade einen Stapel Zeichnungen aus den letzten sechs Monaten nach Dingen, die ich für vorzeigbar halte.

Während ich darüber nachdenke, was das eigentlich heißen soll, brauchbar, fällt mir eine besseres Wort, eine bessere Qualität ein, nach der ich hier suche: Relevanz. Ist diese Arbeit, für das was ich gerade tue und für das, was mich gerade interessiert, relevant?

Von den 73 Blättern, die gerade vor mir liegen, trifft das auf 7 oder 8 zu. Diese Blätter haben für mich genau die Qualitäten, die ich gerade in meiner Arbeit haben will: Sie sind etwas rätselhaft und nicht ganz eindeutig; sie zeigen, dass ich mein Handwerk verstehe ohne sich dabei selbst zu sehr abzufeiern und sie sind genau richtig jessica-esque.

Der Rest wird weiterverarbeitet: übermalt, bezeichnet, zerschnitten. Bis es wieder Relevanz hat.

Eine malerische Monotypie zeigt das Portrait eines Jungen mit Felljacke in Blau-, Grün, Lila- und Rottönen.

Eines, das bleibt.