­čôó Misch mit!
­čôó Misch mit!

Eine Gesellschaft braucht Kunst, Kultur und Leute, die sich ein- und mitmischen!

Meine Lieben,

die offenen Ateliers waren toll und inspirierend! Es waren alles in allem gut 250 Menschen bei mir und durch eure Unterst├╝tzung sind 140,10 ÔéČ Spenden f├╝r unteilbar.org (60 ÔéČ) und die Seenotrettung (90 ÔéČ) zusammengekommen.

Heute gibt es Veranstaltungshinweise!

 

Kultur[Mit]Wirkung ÔÇô als Barcamp

Minden ist ja nicht gerade daf├╝r bekannt, kulturell ein hei├čes Pflaster zu sein. Gleichzeitig gibt es unglaublich viele Menschen, die alle Arten von Musik machen, Literatur verfassen, Kunstwerke herstellen. Und es gibt ein engagiertes Kulturb├╝ro, das versucht, Minden f├╝r Kunst- und Kulturschaffende interessant zu machen, uns aber manchmal schlecht erreicht.

Seit einigen Jahren schon veranstaltet das Kulturb├╝ro deshalb ein Format, mit dem es vor allem die freien Akteure zusammenbringen und kennenlernen m├Âchte. Das hat gerade im letzten Jahr nicht geklappt und weil ich mich noch am gleichen Abend f├╝rchterlich beschwert habe, dass das Format so auch nicht funktionieren kann, wurde ich eingeladen, mitzu├╝berlegen, wie es vor allem f├╝r junge Menschen so interessant sein kann, damit diese vielleicht nicht abwandern, sondern auch eine k├╝nstlerische Perspektive in Minden haben.

Ich habe vorgeschlagen, ein Barcamp zu machen: eine Art offene Konferenz, auf der die Anwesenden die Themen selbst festlegen und referieren, diskutieren und ausprobieren und auf der es Hei├čgetr├Ąnke und lange Pausen gibt, in denen man sich gut kennenlernen oder dar├╝ber sprechen kann, was gerade wichtig ist. Barcamps machen allerdings viel mehr Spa├č als klassische Konferenzen und falls du dir gar nichts darunter vorstellen kannst, schau dir ein Erkl├Ąr-Video an.

Ich h├Âre deine leisen Zweifel, dass du keine Ahnung hast, was du da sollst.

Wenn du Expertin bist im kreativen Schreiben, k├Ânntest du eine Session anbieten, wie man Schreibblockaden l├Âsen kann; wenn du als Musiker erfolgreich bist, k├Ânntest du einen Workshop anbieten, mit welcher Strategie dir das gelungen ist und dann mit anderen K├╝nstler*innen an ihren Strategien t├╝fteln. Wenn du beim MT arbeitest, k├Ânntest du einen Vortrag erz├Ąhlen, wie man Pressemitteilungen verfasst. Wenn du dich ├╝ber die schlechte Ausstellungsm├Âglcihkeiten in Minden ├Ąrgerst, k├Ânntest du mit Gleichgesinnten ein Konzept erarbeiten, wie so ein Raum beschaffen sein m├╝sste und wie man ihn vielleicht doch noch m├Âglich machen kann (das Kulturb├╝ro wird da sein!). Wenn du kulturelle Veranstaltungen machst, lernst du hier neue Leute kennen und kannst erz├Ąhlen, was du tust. Du kannst aber auch lediglich als Konsument*in kommen, dich in einen Workshop, einen Vortrag oder was wei├č ich setzten und den Tag so genie├čen. Das wird super!

Hiermit also an euch nicht nur eine Einladung, sondern die Bitte: Falls ihr Zeit und Lust habt, kommt am

Samstag, den 6. Oktober
von 10 bis 16 Uhr
ins Haus der Bildung
K├Ânigswall 10, Minden

damit wir zeigen k├Ânnen, wie viele wir sind. Bringt alle Kulturschaffenden mit, die ihr kennt (Wagner-Fans, Streetart-K├╝nstler*innen, Kichench├Âre, heimliche Autoren, Illustratorinnen, Theatermenschen, Filmemacher*innen, Galerist*innen, Kurator*innenÔÇŽ) und eure Visitenkarten. Es wird hoffentlich bunt und voll und lebendig.

Ich m├Âchte, dass Minden lebendig und f├╝r K├╝nstler*innen aller Sparten auf Dauer interessant bleibt und das funktioniert nur, wenn wir zeigen, dass es uns gibt, wenn wir da sind und unsere Bed├╝rfnisse hier kommunizieren! Das Kulturb├╝ro freut sich ├╝ber Anmeldungen unter und Ideen zu Sessions an kulturbuero@minden.de oder +49 571 89733 (vermutlich auch, um das Catering zu planenÔÇŽ).

Kulturf├Ârderplan NRW

Es bleibt politisch.

Ich wurde bereits zum zweiten Mal eingeladen zu einer Dialogveranstaltung des Ministeriums f├╝r Kinder, Familie, Fl├╝chtlinge und Integration (ehemals Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport), um Impulse zu geben f├╝r den sogenannten Kulturf├Ârderplan des Landes NRW.

Interessanterweise wird diese Veranstaltung, in dem es auch ganz konkret um die Belange Bildender K├╝nstler*innen in NRW gehen soll, nicht vom Ministerium f├╝r Kultur und Wissenschaft bearbeitet und da liegt f├╝r mich der Hund schon begraben. Kunst und Kultur sind oft genau dann toll, wenn sie Kunst-/Musikunterricht ersetzen, Gefl├╝chtete und andere Benachteiligte kulturell bilden (Stichwort Brot und Spiele) oder einfach gut in einen Lifestyle passt. Unbequeme Kunst, die sich gerade erst entwickelt und unsere Sehgewohnheiten st├Ârt, die aber kulturell wirklich relevant ist, kann oft erst aus der r├╝ckblickenden Perspektive beurteilt werden und hat in der Gegenwart meist einen schlechten Stand.

Ich werde am 11. Oktober da hinfahren und f├╝r die Kunst sprechen, nicht f├╝r kulturelle Bildung, nicht daf├╝r, wie K├╝nstler*innen der Gesellschaft dienen k├Ânnen, sondern f├╝r die Bed├╝rfnisse von K├╝nstlerinnen und K├╝nstlern aller Sparten ÔÇô daf├╝r, das eine offene Gesellschaft K├╝nstler*innen braucht, um sich weiterzuentwickeln. Wer mir etwas mitgeben m├Âchte, kann das gerne beim Barcamp tun oder mich vorher noch einmal in ein Gespr├Ąch verwickeln.

Viele Infos, ich wei├č. Wenn ihr lieber Bilder gucken wollt, weise ich an dieser Stelle auf meinen Instagram-Account hin, wo ich aus dem laufenden Betrieb poste, da ist immer der eine oder andere Augenschmaus dabei:

 

Ihr Lieben,
sch├Ân, dass ihr da seid!
Ich schicke euch eine virtuelle Umarmung und freue mich, wenn ihr mit mir mitgestalten wollt!