Eine komische Woche war das: einerseits habe ich total viel geschafft, andererseits aber vor allem Dinge, die man nicht sehen kann. Und dann dieser Sturm – Sturm legt mich immer lahm.

Gerade transkribiere ich SDH-Untertitel für die Kopie meines Films LIEBE für das Bundesarchiv. Ja, ich weiß, das Künstlerleben ist ein glamouröses. Anyway. Untertitel für Hörgeschädigte sind eine ganz eigene Kunstform und ich will das gut machen. Es dauert dann halt.

Gleichzeitig bereite meine eigenen Kurse und einige andere Workshops für 2018 vor und das heißt vor allem eines: rechnen, Texte schreiben und mit den entsprechenden Kordinator*innen besprechen, was noch ansteht. Das ist immer ein bisschen mühsam und frisst viel Zeit. Andererseits sind die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite in der Regel so großartig, so dass ich selten Grund zur Klage habe.

Babysteps

Diese Woche habe ich mehr an den Papieren für die Collagen gearbeitet – Wasserfarbe for the win! Der beste Mann der Welt war drei Tage unterwegs und ich war durch die viele Kinderzeit so platt, dass ich eher wenig Drang verspürte, mich in der wenigen Atelierzeit diese Woche noch groß in die Arbeit zu schmeißen. Spuren auf Papier zu hinterlassen geht aber fast immer noch.

Weil ich (die Kinder) bei dem Wetter nicht durch die Gegend fahren wollte, fiel sturmbedingt der Donnerstag komplett aus, und wir haben uns stattdessen zuhause eingemuckelt. Auch mit den Kindern arbeite ich manchmal an meinen Papieren, da mache ich aus der Not schlicht eine Tugend.

Heute habe ich in einer Riesenaktion das Atelier aufgeräumt, weil am Sonntag meine Mittwochs-Akademie beginnt. Leider musste ich dafür erstmal alle Collage-Papiere wegräumen, mit denen ich in den letzten Tagen gearbeitet habe. Das Atelier sieht unglaublich schnell aus wie ein Schlachtfeld.

Vor dem Aufräumen habe ich an einem Collage-Objekt gearbeitet, das mich schon seit Wochen reizt, an das ich mich bisher aber noch nicht so richtig rangetraut habe. Fertig ist es noch nicht, es ist aber hochspannend, was da gerade passiert.

 

Mein Projekt mit den kleinen Collagen trägt den schönen Titel 1001 – bis jetzt sind es 83, sie sind meist etwa 13 x 18 cm groß. Mal sehen wie viele es insgesamt tatsächlich werden, ich habe da zum Glück keine Eile. In zwei Wochen mache ich ein offenes Atelier, dann könnt ihr sie euch alle in echt angucken, bevor sie in die Ausstellung nach London gehen.

Für den Ateliergeburtstag habe ich dann schon mal schöne Einladungskarten gestaltet und bestellt und alles in allem wundere ich mich dann doch immer, was in eine Woche so hereinpasst. Ich hab viel am Computer gesessen jedenfalls, da ist die künstlerische Arbeit im Atelier befriedigender. Das große Kunststück ist wohl, dass sich beides die Waage hält.

Nächste Woche ist dann wieder anders.