Ich liebe dich – Los gehts!
Ich liebe dich – Los gehts!

Etwas untergegangen in den Aktivitäten der letzten Monate (aber nicht vergessen!) ist mein neues Trickfilm-Projekt, mit dem ich jetzt konkret in die Produktion gehe. Der Film heißt „Ich liebe dich“ und erzählt deine Geschichte von unendlicher Liebe. Der Film wird ein poetische Betrachtung des größten aller Gefühle – als Trickfilm. Auf die Idee kam ich, als ich im Sommer auf einem meiner letzten Schulwege einen religiösen Menschen im Radio hörte, der sagte, echte Liebe lasse sich bildlich nicht darstellen. Mein erster Gedanke: die Herausforderung nehme ich an!

In losen Episoden zeige ich unterschiedlichste Formen der Liebe und wie sie sich anfühlt, was es mit uns machen kann, wenn wir uns wirklich geliebt fühlen. In mehreren Sequenzen thematisiere ich das Loslassen als den wichtigsten Aspekt von Liebe überhaupt.

Mich interessiert, wie wir als Menschen wachsen, reifen und unser volles Potential entfalten können. Meine Beobachtung mit Freunden und meiner Familie, in Lehr- und Vermittlungssituationen und besonders mit Kindern ist: Wenn ich eine Liebe-volle Kultur etabliere, die auf Respekt, Empathie und Loslassen basiert, ist für alle Beteiligten ein Über-sich-Hinauswachsen möglich. Das funktioniert im Kleinen in der Familie, aber auch mit Schulklassen oder Studentengruppen, vielleicht sogar gesellschaftlich?

Meine Grundhaltung dabei ist folgende: ich respektiere dich, deine Bedürfnisse und deine Grenzen. Ich begegne dir empathisch und gewaltfrei und bemühe mich, dir nicht meine Vorstellungen von der Welt aufzuzwingen. Ich kommuniziere meine Bedürfnisse klar. Ich mache dir ein Angebot und akzeptiere es auch, wenn du es vielleicht ablehnst. Mit meinem neuen Film möchte ich dieser Haltung eine bildnerische Form geben.

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

– Antoine de Saint-Exupery

Die meisten Filme über Liebe sind Geschichten darüber, wie Menschen Liebe gelingt oder wie sie darüber scheitern, sie funktionieren oftmals wie Kochrezepte. Sie urteilen über ihre Protagonisten, indem sie zeigen, dass ein bestimmtes Verhalten eben bestimmte Konsequenzen hat. Ich möchte aber einen Film machen, der die Sehnsucht nach einer Liebe weckt, die allumfassend und urteilsfrei ist, und sich nicht bloß auf meine nächsten Beziehungen beschränkt, sich darauf aber ausweiten kann. Ich biete kein Rezept, sondern möchte Menschen dafür empfänglich machen, dass sie einmal in ihrem eigenen Leben gucken, wo sie eigentlich Liebe streuen und wo sie diese vielleicht auch zurückbekommen können.

Deine Geschichten von unendlicher LiebeGenau deshalb habe ich Freunde und Bekannte über meinen Verteiler und über Twitter gebeten, mir ihre Geschichten von unendlicher Liebe aufzuschreiben und bereits einige wundervolle und anrührende Geschichten erhalten. Selbst Menschen, die ich nicht persönlich kenne, haben auf Umwegen von dem Projekt erfahren und mir ihre Erfahrungen aufgeschrieben und geschickt.

Ich habe jetzt Geschichten von Eltern-Kind-Liebe gesammelt, von der ersten und der großen Liebe, von Sich-spirituell-in-Liebe-eingebettet-fühlen. Vom Lieben wollen und nicht können, vom Loslassen müssen, um die Liebe zu erhalten. Damit werde ich jetzt arbeiten und hier auf dem Blog regelmäßig berichten.