Diese Woche: Mehr Collagen
Diese Woche: Mehr Collagen

Diese Collagen machen mir so viel Spaß, ich kann einfach nicht aufhören – seit November habe ich über 80 Stück gemacht. Ich mache da aus der Not eine Tugend: Im März werde ich mich an einer Ausstellung in London beteiligen, in der es im weitesten Sinne um Märchen und Mythen geht. Ich zeige dort Collagen mit dem Titel „1001“ – ob es wirklich so viele werden oder nur eine enorme Anzahl, die sich wie tausend und eine anfühlt, wird sich noch zeigen. Ich könnte mit beidem gut leben.

Was mich gerade besonders interessiert, ist folgendes: ich habe die Theorie, das künstlerische Entwicklungen nur durch den Prozess des Machens möglich werden. Und nun frage ich mich, ob es eine beschleunigende Wirkung auf diese Prozesse hat, wenn ich nur viele, richtig viele (wenn auch kleine) Arbeiten mache. Das lässt sich so richtig gut wahrscheinlich nur im Rückblick sagen. Warten wir es ab. Ich bin jedenfalls neugierig, wohin es mich führen wird, das Tun.

Wenn ich die Collagen fotografiere, fällt mir immer wieder auf, dass alle Collagen eines Tages (meist fünf bis acht Exemplare) eine Art gemeinsamen Nenner haben, den ich mal besser und mal weniger gut in Worte fassen kann. Das können Farben sein oder Themen, das können bestimmte Elemente sein, die häufiger auftauchen als andere oder bestimmte Qualitäten wie „pastellig“ oder „leuchtend“. Vielleicht ist das so ein Tagesform-Ding, vielleicht ist es der Auswahl der Papiere geschuldet. Ich beobachte es jedenfalls einigermaßen fasziniert.

Die Fotos dieser Woche zeigen Papiere, an denen ich gearbeitet habe, meinen Teller mit den kleinsten Schnipseln, die ich verarbeite, meinen Arbeitsplatz im Action-Modus, ein Collage-Buch in mittlerem Bearbeitungszustand und die fertigen Arbeiten als Gruppen bzw. en detail.