#12von12
#12von12

Da gibt es also dieses Social-Media-Ding namens #12von12. Unter diesem Tag veröffentlichen alle, die daran teilnehmen möchten, am 12. eines Monats 12 Bilder aus ihrem Alltag. Urprünglich angefangen hat damit einmal die Caro von Draußen nur Kännchen, mittlerweile hat sich das etwas verselbstständigt. Jetzt mache ich schon zum zweiten Mal mit, weil ich diese Idee so schön finde, dich an meinem Leben teilhaben zu lassen, meinen Alltag zu dokumentieren und dabei gleichzeitig wieder etwas über mich selbst rauszukriegen.

Der 12. September fiel in diesem Jahr auf einen Samstag. Das ist insofern von Bedeutung, als das ich zuerst dachte, dass es dann halt wenig Atelier- oder Kunstbilder gäbe und dafür mehr aus dem Familienleben, weil ich samstags in der Regel nicht ins Atelier fahre. Trotzdem habe ich dann festgestellt, dass ich immer gestalterisch gucke, dass ich immer Inspiration finde und dass ich es höchstspannend finde, was da auf mich zurollt am Tag.

Nebel am Morgen

#1 Um morgens in Ruhe meinen Tag zu beginnen, stehe ich mindestens eine Stunde früher auf als meine Männer, füttere die Katzen, mache mir meinen Kaffee und schreibe meine Morgenseiten. Das ist ein Ritual, dass ich bereits seit mehreren Jahren pflege und auf das ich nur unter widrigsten Umständen verzichte. Dabei sehe ich oft, wie die Dunkelheit sich zurückzieht und dem Licht weicht, das den neuen Tag verheißt.

Konstruktionszeichnung

#2 Während der schönste Mann der Welt und ich bei einem Kaffee zusammenhockten und der kleine Mann um uns herum spielte, habe ich eine Konstruktionszeichnung für ein Multiplane-Kamera-Stativ begonnen, das ich mir gerne für meinen neuen Film bauen lassen möchte, um nicht weiter mit so einem improvisierten Aufbau arbeiten zu müssen. Lustigerweise hat die Telefon-Kamera das ein bisschen verzerrt…

Purple Haze

#3 Unser Dorf wird reanimiert. Jetzt gibt es freitags einen kleinen Dorfmarkt. Gestern habe ich da jedenfalls am Biostand meine Lieblingsmöhren gefunden, oder eine Hybrid-Variante von den Purple Haze. Ist mir auch egal, lila Möhren sind jedenfalls superlecker und passten gut ins Mittagssüppchen.

Lichtspiel

#4 Und während ich mit vollem Suppenbäuchlein auf dem Sofa saß, fiel mir mal wieder auf, wie schön unsere alten Fenster hier das Licht brechen. Ich glaube, das habe ich mir bestimmt zehn Minuten lang angeguckt.

Mustererkennung

#5 Und dann war er an, der Musterfilter. Plötzlich sind mir überall Muster aufgefallen und ich habe sie einfach nur noch gesammelt für meinen inneren Fundus.

Bilderbuch

#6 Mein Sohn liebt seine Bilderbücher. Wir sitzen dauernd irgendwo und müssen ihm hundertmal sagen, dass alle Trecker in dem Buch auch wirklich Trecker heißen. Oder alle Rückspiegel an Autos Rückspiegel. Er lernt gerade ein neues Wort nach dem anderen und das ist einfach spannend… Außerdem sind die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch einfach wunderschön und witzig.

Texturen aus Stein

#7 Diese Steintreppe hat mich optisch angesprochen. Wieder ein Muster. Oder eine Textur. Oder beides. Wer wird denn da kleinlich sein.

Pommes Rot-Weiß

#8 Zum Abendbrot gabs Pommes in einer wirklich schrägen kleinen Pommesklitsche. Ein rot-weißes Simbolbild – mit Muster.

Spätsommergruß

#9 Vor der Pommesklitsche standen Sonnenblumen, eine schöner als die andere. Sie haben mich dann mit der absoluten Lieblosigkeit des Imbiss‘ versöhnt und mir kam es ein bisschen so vor, als hätte der Sommer einen späten Gruß geschickt.

Farbkasten

#10 Als das Kind hundemüde ins Bett geklettert war und auch ratz-fatz geschlafen hatte, wollte ich noch etwas mit meinem Farbkasten ausprobieren.

Misch-Experimente

#11 Ich mische eigentlich sehr intuitiv Farben, hatte aber die ganze Zeit so ein Gefühl, ob ich nicht bestimmt Farbeindrücke absichtlich erzeugen könnte. Ich kann. Und will dazu noch mal einen eigenen Blogpost zu schreiben.

Gute Nacht.

#12 Ich beende den Tag, wie ich ihn angefangen habe: mit dem Geräusch von meinem Füller auf Papier. Hundemüde bin ich ins Bett gekrabbelt.

Mein Lieblingsbild ist diesmal #5, meine Kaffeetasse vor der Taschentücher-Box vor unserer Küchentapete. Es sind die kleinen Momemte, die mich glücklich machen und die für mich echte Lebensqualität bedeuten.